Rezept: Blätterteig-Pizzaschnecken

‚Blätterteig Pizza Schnecken‘. Ein Wort mit auffallenden linguistischen Parallelitäten zu den ‚Samurai Pizza Cats‘. Und doch etwas gänzlich anderes.

pizzaschnecken

Blätterteig ist eine wunderbar wandelbare Sache, aus der man herzhafte wie süße Köstlichkeiten aller Art zaubern kann. Blätterteig, der im Kühlregal zu finden ist, ist bei den meisten Herstellern vegan, wie man über diverse Produktanfragen, die im WWW kursieren, bzw. ohnehin schon vom Hersteller aufgedruckte Infos herausfinden kann – beispielsweise der von ‚gut & günstig‘ (Edeka Eigenmarke), Henglein oder ‚Tante Fanny‘. Bei Tiefkühl-Produkten ist größere Vorsicht geboten, aber den Sinn von TK-Blätterteig habe ich eh nie verstanden, wenn man ihn doch auch frisch (und trotzdem wochenlang haltbar) kaufen kann. 😉

Bei dem Rezept, das ich heute vorstellen möchte, handelt es sich um Blätterteig-Schnecken mit einer ‚Pizza‘-Füllung, die sich sowohl als Hauptgericht als auch als Attraktion auf dem Party-Büffet gut machen. Wahlweise kann man große Schnecken machen, indem man ein komplettes Stück Blätterteig zusammenrollt, oder (insbesondre für die Büffet- bzw. Snack-Variante) den Blätterteig zunächst halbieren, um Pizza-Schnecken im Häppchen-Format zu erhalten. In jedem Falle braucht man dazu:

  • 1 Packung frischen Blätterteig
  • ca. 100ml Tomatensauce mit italienischen Kräutern
  • 3 EL Hefeflocken (alternativ: veganen Reibekäse)
  • 1/2 rote Paprika (oder 1 kleine Spitzpaprika)
  • 1 Champignon
  • 8 Oliven
  • 1/2 Zwiebel

Die Sauce, mit der die Schnecken gefüllt werden, hat die Vorgeschichte, dass ich früher immer separat ‚Hefeschmelz‘ (Leute, die schon Veganer waren, bevor es solchen Luxus wie veganen Käse gab, wissen, was das ist 😉 ) zubereitet und dann zusätzlich zur Tomatensauce auf dem ausgerollten Blätterteig verteilt habe. Irgendwann kam mir dann der Gedanke, dass das vollkommen vergeudete Mühe ist, da sich am Ende eh alles zu einer Masse verbindet, und ich habe deshalb eine Hybrid-Variante geschaffen, die ‚ultimative Pizzasauce‘ sozusagen, was viel spektakulärer klingt, als es eigentlich ist, denn alles, was man dazu tun muss, ist, die Tomatensauce zu erwärmen und die Hefeflocken einzurühren. 😀 Klappt natürlich auch mit veganem Reibekäse (den es mittlerweile in fast jedem Supermarkt gibt, im Gegensatz zu den Hefeflocken, für die man immer noch extra ins Reformhaus muss) – in dem Falle kann man sich sogar den Aufwand des Erhitzens sparen und ihn einfach so direkt auf dem Blätterteig über den Rest streuen.

Das waren außerordentlich viele Worte für einen außerordentlich einfachen Vorgang. 😉 Ab jetzt wird es unkomplizierter: Das Gemüse (Paprika, Champignon, Oliven und Zwiebel) wird in möglichst feine Würfelchen geschnitten (ich bin sonst kein Fan von Hacken auf ‚mikroskopischer Ebene‘, aber die Schnecken fallen auseinander, wenn die Stücke zu groß sind…) und genau so wie die Sauce auf dem Blätterteig verteilt. Dabei wird an einer der kürzeren Kanten ein 3-4cm breiter Streifen ausgespart, der am Ende außen liegt und die Rolle verschließt.

Dann darf auch schon gerollt werden, wobei man an der schmalen Kante, die bis zum Rand belegt ist, anfängt und dann eine möglichst enge ‚Wurst‘ aufrollt. Die freie Kante am Schluss etwas andrücken. Jetzt wird die ‚Wurst‘ in Scheiben geschnitten – so dünn wie möglich, so dick wie nötig, damit sie stabil bleiben (etwa 2cm Dicke sind empfehlenswert). Wenn die Scheiben nach dem Schneiden nicht mehr rund, sondern länglich und eingedellt, sind, ist das überhaupt nicht schlimm – sie können einfach so auf’s Backblech gelegt werden und ‚erholen‘ sich beim Backen, wenn der Blätterteig aufgeht, ganz von alleine (lediglich auf einen ausreichenden ‚Sicherheitsabstand‘ sollte man achten).

Im vorgeheizten Backofen bei 180°C ca. 15 Minuten backen (jeder Backofen ist anders, deshalb habe ich mir angewöhnt, bei Dingen, die ich im Backofen zubereite, einfach mal ab und zu einen Blick hinein zu werfen), bis der Blätterteig knusprig wird und eine ‚goldene‘ Farbe annimmt. Heiß oder kalt servieren.

Lasst es euch schnecken und do the simple shit,

♡ MEZZO

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6 Gedanken zu “Rezept: Blätterteig-Pizzaschnecken

  1. eine studie besagt: fleisch essen ist dumm
    wissenschaftler der university of southampton haben herausgefunden, dass je intelligenter ein kind ist, umso wahrscheinlicher ernährt es sich später vegetarisch. sie führen den effekt auf den gesünderen lebensstil von gebildeteren menschen zurück. diese erkenntnis stimme mit früheren studien überein, in denen ein zusammenhang von iq und gesünderer lebensweise nachgewiesen worden war. vegetarier seien vor allem weiblich, gehörten höheren sozialen schichten an und hätten eine bessere ausbildung. sie seien meist akademiker. selbst wenn faktoren wie soziale herkunft und bildung statistisch bereinigt würden, verschwinde der zusammenhang zwischen intelligenz und ernährung nicht.
    also seid klug und wehrt euch ! – https://campogeno.wordpress.com/wehrt-euch/

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    1. Danke, danke! 😀 Sind ja zum Glück sehr einfach nachzumachen. Schmeckt übrigens auch super mit süßer Füllung, z.B. Mohn (Edeka Mohnfix ist vegan) oder Nuss-Nougat-Aufstrich. :9

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  2. Mhh, wie lecker!! Die bringe ich heute Abend zu einem Geburtstagsbuffet mit 😊 Den Käse werde ich wohl einfach weglassen – bei uns im Supermarkt gibts keinen veganen Reibekäse und ins Reformhaus komme ich heute nicht mehr. Ich habe ein bisschen Angst, dass die Tomatensoße zu flüssig ist und beim Schneiden der Schneckchen total rausläuft (ist mir bei Hefeteig-Pizzaschnecken schonmal passiert… 😅) Aber das klappt schon!! 😊 Ich habe geplant, einfach die „Vegetarische Bolognese“ von Alnatura draufzustreichen – müsste sicher funktionieren, oder? 😁
    Liebe Grüße,
    Kathrin

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    1. Heyy,
      dieser Blog schläft schon so lange, ich bin immer wieder überrascht, wenn ich noch Kommentare kriege. 😂
      Aber ja, Blätterteigschnecken gehen eigentlich mit jeder erdenklichen Füllung, solange das ganze nicht zu flüssig ist. Bin mir nicht ganz sicher, wie soßig die Veggie-Bolognese von Alnatura ist, weil ich sowas eher immer selber mache, aber ich drücke mal die Daumen, dass es klappt! Für die „reguläre“ Pizzaschnecken-Tomatensoße rühre ich oft einfach Tomatenmark mit etwas Wasser glatt, sodass es etwas dickflüssiger wird, und würze dann nach eigenem Geschmack. Nächste Woche mache ich die auch wieder für ein Buffet. ☺️

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