Rezept: Kokos-Milchreis mit süßer Bohnenpaste

anko-milchreis

Eines meiner liebsten Produkte der japanischen Küche ist ‚Anko‘, eine gesüßte Paste aus den kleinen, roten Azuki Bohnen, die man in gut sortierten Bio- und Asialäden bekommt (Tipp für Faule: manche Asialäden bieten die Paste auch schon fertig zubereitet an 😉 ). Anko findet traditionell Verwendung in verschiedensten japanischen Süßigkeiten, z.B. als Füllung von Mocchi (kleinen Reisteig-Klöschen) oder Anpan (einem süßen, gefüllten Brot).

Für mein Rezept heute kombiniere ich die süße Bohnenpaste mit etwas, wofür die Japaner, so habe ich zumindest gelesen, nur wenig Verständnis haben, nämlich Milchreis. Reis mit Milch statt mit Wasser aufzukochen (in unserem Falle Kokosmilch, so wie es in vielen anderen asiatischen Ländern üblich ist) klingt für Japaner wohl genau so absurd, wie es für uns absurd klingt, Bohnen mit Zucker statt in einem deftigen Eintopf zu verarbeiten. 🙂 So viel geballte ‚Absurdität‘ muss doch zwangsläufig zu einem genialen Ergebnis führen. Finden wir es heraus!

Für das Anko werden benötigt:

  • 250g Azuki Bohnen
  • 250g (Rohr-)Zucker
  • eine Prise Salz
  • Wasser

Für den Milchreis werden benötigt:

  • 400ml Kokosmilch
  • 400ml Wasser
  • 400ml Rundkorn-Reis
  • (Rohr-)Zucker nach Belieben

Laut Packungsbeschreibung soll man die Bohnen über Nacht in Wasser einweichen und hat dann noch eine Kochzeit von 30-40 Minuten. Das empfehle ich jedem, der sich nicht ganz so spontan wie ich zu dem Rezept entscheidet, denn es spart Zeit und Energie. Mit nicht vorgeweichten Bohnen hat es bei mir bei mittlerer Hitze und geschlossenem Deckel ca. 1 Stunde 45 Minuten gedauert, bis die Bohnen weich waren. Beim Kochen ist zu beachten, dass man ab und an Wasser nachgießt, sodass die kochenden Bohnen immer reichlich bedeckt sind. Wenn sich Schaum bildet, wird dieser abgeschöpft. Am Ende sollen die Bohnen so weich wie möglich sein. Dann wird das Wasser abgeschüttet, die Bohnen mit frischem Wasser dieses Mal nur knapp bedeckt und das ganze mit Zucker und einer Prise Salz nochmals aufgekocht. Damit es eine Paste wird, kann man jetzt entweder Pürierstab oder Mixer einsetzen (letzteres habe ich gemacht) oder, für eine ‚grobere‘ Paste, die Bohnen nur mit der Gabel zerdrücken.

Für den Milchreis wird der Reis gewaschen (zumindest wenn man, so wie ich das meistens mache, Klebreis aus dem Asialaden benutzt) und zusammen mit Kokosmilch und Wasser aufgekocht und dann weiter köcheln gelassen, bis er die Flüssigkeit nahezu komplett aufgenommen hat. Nach Belieben kann noch ein bisschen gesüßt werden.

Die angegebene Menge reicht gut und gerne für 6 große Portionen, bei der langen Kochzeit fand ich nur eine kleinere Portion wenig lohnend. Das Anko kann man problemlos einfrieren, wenn man es nicht auf einmal aufbrauchen kann.

Das Ganze kann – z.B. wie auf meinem Foto dekorativ in einem Glas geschichtet – warm oder kalt gegessen werden. Die Japaner wünschen sich übrigens keinen guten Appetit, sondern sagen ‚Itadakimasu‘ – ‚Ich esse jetzt‘. Und das mache ich jetzt auch. 😉

♡ MEZZO

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Ein Gedanke zu “Rezept: Kokos-Milchreis mit süßer Bohnenpaste

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