Rezept: Ungarische Aprikosenmarmelade

aprikosen

Ich muss zugeben, ich gehöre eigentlich zu den Menschen, die Obst viel lieber frisch und saftig essen statt in eingekochter und überzuckerter Form. Aber da die liebe Enie sich diese Woche ganz nostalgisch nach der Aprikosenmarmelade ihrer ungarischen Oma gesehnt hat, habe ich mir mal ein Herz gefasst.

Getreu dem Blog-Motto haben wir das Rezept sehr einfach gehalten. Die Konsistenz der Marmelade sollte natürlich möglichst nahe an das ‚Original‘ der Oma rankommen, fruchtig und mit ein paar Stückchen in einer sonst eher Mus-artigen, nicht zu zähen Marmelade. Dieser Leitgedanke gepaart mit etwas Recherche nach ungarischen Marmeladenrezepten führte dann zu der folgenden Zutatenliste, die für etwa vier kleine Gläser (oder 2 große) reicht:

  • 750g Aprikosen (bzw. entsteint noch etwa 650g)
  • 300g Rohrzucker
  • und eine Messerspitze echte Vanille

Richtig gelesen, kein Gelierzucker! Die traditionelle Variante kommt mit haushaltsüblichem (raffiniertem) Zucker aus, für unsere Variante haben wir uns für Rohrzucker entschieden und das hat auch wunderbar geklappt. Wer es lieber etwas dicker und Gelee-artiger mag, kann aber auch einfach beim Kochen noch ein wenig Agartine oder Pektin hinzufügen.

Die Aprikosen werden grob gewürfelt und zusammen mit dem Rohrzucker unter ständigem (!) Rühren zum Kochen gebracht. Wenn die Mischung kocht, kann man die Hitze reduzieren und die Marmelade dann unter gelegentlichem Rühren etwa 10-15min weiterkochen lassen (und dabei den wundervollen Duft genießen! 😉 ). Die Vanille wird natürlich auch noch eingerührt.

Aprikosenmarmelade

Bevor man die heiße Marmelade in Gläser abfüllt (es eignen sich ‚richtige‘ Einmachgläser ebenso wie leere Gläschen von Brotaufstrichen, eingelegtem Gemüse, Marmelade (hört, hört…), etc.), sollte man diese, damit auch alles keimfrei ist, nochmal mit kochendem Wasser ausspülen. Nur so hoch befüllen, dass noch etwas Luft zwischen der Marmelade und dem Deckel ist, verschließen und dann zum Abkühlen auf den Deckel stellen (so kann ein Vakuum im Glas entstehen, wodurch der Inhalt haltbar gemacht wird). Zur genauen Haltbarkeit hab ich keine Erfahrungswerte, aber nach der selben Methode habe ich vor fast zwei Jahren Apfelmus (mit einem noch geringeren Zuckeranteil!) eingekocht, das vor ein paar Wochen, als ich das letzte Glas geöffnet habe, immernoch frisch war.

Enies Empfehlung ist es, die Aprikosenmarmelade auf Palacsinta (ungarischen Crêpes) zu genießen – das Rezept gibt es dann mit etwas Glück demnächst, wenn wir die perfekte Mischung für den Teig gefunden haben. 😉 Bis dahin seien auch Pancakes, Kaiserschmarrn oder ein einfaches Brötchen als ‚Unterlage‘ für den Aprikosentraum gestattet.

Lasst es euch schmecken und do the simple shit,

♡ MEZZO

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