Wellness-Tag

Wellness-Tag

Nachdem unser eigentlich geplanter Wandertag auf Grund des Wetters verschoben werden musste, haben meine Enie und ich uns entschieden, heute einen kleinen ‚Wellness-Kurzurlaub‘ in den eigenen vier Wänden einzulegen. Dabei haben wir verschiedene Anleitungen für ‚fresh handmade cosmetics‘ (wie es bei unserem Lieblingsladen so schön heißt 😉 ) aus essbaren Zutaten ausprobiert und die Ergebnisse will ich natürlich gerne teilen. Auch wenn wir eigentlich vegan leben sind einige der Rezepte ‚beegan‘ (enthalten also Honig), da ich das Ganze für einen schönen Anlass hielt, den ganzen Honig, der bei uns in der WG rumsteht (hauptsächlich, weil unsere Mitbewohnerin aus ominösen Gründen ständig Honig geschenkt bekommt – mehr, als sie jemals essen könnte…), mal sinnvoll zu verwenden.

Auf dem Foto sind zu sehen (obere Reihe:) Olivenöl-Joghurt-Haarkur, White Chocolate Body Butter und Thymian Haarspülung sowie (untere Reihe:) Kokos-Rosen-Peeling, Kokos-Rosen-Badesalz und Gurken-Avocado-Gesichtsmaske. So viel schonmal vorab: Das Wellness-Programm war ein voller Erfolg, ich habe babyzarte Haut und fühle mich so entspannt wie schon lange nicht mehr. ❤

bodyscrub

Kokos-Rosen-Peeling

Der Start in den Wellness-Tag und direkt mein persönlicher Favorit war ein Kokos-Rosen-Peeling (oder Body Scrub) für Gesicht und Körper, zu dem mich dieser tolle Blog-Eintrag inspiriert hat: lovely joys. Für meine Variante (reicht, wie alle folgenden Rezepte auch, für zwei Personen) braucht man folgendes:

  • 1 EL raffinierten Zucker
  • 1/2 EL Rohrohrzucker
  • 1/2 EL Kokosraspeln
  • 1 EL Kokosöl (gibt’s im Bio-Laden oder Asia-Markt)
  • 2 TL Rosenwasser (ebenso)

Zucker und Kokosraspeln sind hierbei für das eigentliche mechanische Peeling in unterschiedlicher Grobkörnigkeit zuständig. Rosenwasser wirkt reinigend und straffend auf die Haut, während das Kokosöl einen pflegenden Effekt hat. Die Zubereitung ist ganz einfach: Zunächst werden die trockenen Zutaten in einem Schälchen vermischt, dann die flüssigen untergerührt (Kokosöl kann bei Raumtemperatur schon mal fest werden, man kann es dann entweder zwischen den Fingern schmelzen oder – bei der kleinen Menge aber kaum lohnend – im Wasserbad erhitzen). Das Ergebnis sollte eher sandig als schmierig sein, falls das nicht der Fall ist einfach nochmal ein bisschen mehr Zucker hinzufügen.

haarmaske

Olivenöl-Joghurt-Haarkur

Nachdem das Peeling abgeduscht und die Haare mit einem silikonfreien Shampoo gewaschen waren, war es Zeit für die Haarkur. Der Mix aus Olivenöl, (Soja-)Joghurt und Honig soll auf die Haare feuchtigkeitsspendend und glättend wirken. Die Haarkur war leider das Rezept, das mir von allen am wenigsten zugesagt hat, da ich nach dem Ausspülen eher das Gefühl hatte, dass die Haare durch die Ölrückstände beschwert sind. Wer sie dennoch einmal für sich selbst ausprobieren möchte, braucht:

  • 150g (Soja-)Naturjoghurt
  • 3 EL Olivenöl
  • 1 TL Honig

Die Kur wird ins nasse Haar einmassiert und das Ganze dann unter Frischhaltefolie gepackt, um für mindestens 15 Minuten einzuwirken. Danach muss sie mit Shampoo ausgespült werden.

maske

Avocado-Gurken-Maske

Eine Gurkenmaske ist natürlich absolutes Pflichtprogramm an einem Wellness-Tag. 🙂 Neben Gurke, die einen straffenden ‚Anti-Aging‘ Effekt auf die Haut hat, sind in meinem Rezept die Feuchtigkeitsspender Avocado, Honig und Joghurt (wer es minimalistischer haben möchte, kann auch nur Avocado verwenden) sowie die erfrischende Minze, die als Wundermittel gegen unreine Haut gilt, enthalten. Die Zutaten zum Nachmachen:

  • 1/3 Salatgurke
  • 1/3 Avocado
  • 2 EL (Soja-)Naturjoghurt
  • 2 TL Honig
  • 2-3 Stängel frische Minze

Minze und Gurke werden grob zerhackt und zusammen mit den anderen Zutaten im Mixer oder mit dem ‚Zauberstab‘ püriert. Dann wird die Maske auf Gesicht und Dekolleté aufgetragen und soll, wie die Haarkur auch, mindestens 15 Minuten einwirken. Meine Haut fühlte sich danach tatsächlich wunderbar erfrischt und gereinigt an, dieses Rezept ist also definitiv zu mpfehlen.

badesalz

Kokos-Rosen-Badesalz

Die Wartezeit, während Haarkur und Gesichtsmaske einwirken, verbringt man am besten ganz entspannt im heißen Badewasser, das dank des folgenden sehr einfachen – und im Duft auf das Peeling abgestimmten – Badesalz-Rezeptes besonders pflegend wird:

  • 5 EL Totes-Meer-Salz / (reines) ‚Badesalz‘ (gibt’s z.B. bei dm)
  • 1 EL Kokosöl
  • 1-2 TL Rosenwasser

Hier darf man natürlich auch gerne kreativ werden, wichtig sind lediglich das Badesalz und ein Pflegeöl wie das Kokosöl (oder z.B. Mandelöl) als Grundbausteine. Für den Duft kann man dann statt dem Rosenwasser auch ätherische Öle, getrocknete Blüten oder Kräuter hinzufügen.

haarspulung

Thymian-Haarspülung

Ein Rezept, das so einfach ist, dass es fast nicht der Rede wert ist, aber das mich trotzdem sehr begeistert hat, ist die Haarspülung aus

  • 1 Liter Wasser
  • 4-5 Zweigen frischem Thymian.

Das Wasser wird mit dem Thymian aufgekocht und dann ziehen gelassen bis es lauwarm ist. Mit dieser Spülung werden die frisch gewaschenen Haare übergossen, wobei sie auch schön in die Kopfhaut einmassiert wird. Ein Nachspülen ist nicht notwendig. Ob der Thymian tatsächlich, so wie es heißt, den Haarwuchs stärkt, kann ich nach einmaliger Anwendung natürlich nicht bestätigen. Fest steht jedoch, dass er wunderbar duftet und sich dieses einfache Rezept (das übrigens auch mit ein paar Esslöffeln getrocknetem Thymian funktioniert) auch wunderbar im Alltag anwenden lässt.

bodybutter

White Chocolate Body Butter

Last but not least: Die herrlich nach Schokolade duftende Body Butter, bei der es sich zwar um das teuerste und anspruchsvollste Rezept dieser Reihe handelt, die aber im Gegensatz zu den anderen auch für viele Anwendungen reicht. Mit den verschiedenen pflanzlichen Ölen wirkt sie reichhaltig pflegend, und das überraschenderweise ohne einen öligen Film auf der Haut zu hinterlassen. Zur Herstellung benötigt man:

  • 100g Kokosöl
  • 50g Kakaobutter (gibt’s z.B. im Bioladen)
  • 50g Mandelöl (gibt’s z.B. im Reformhaus)

Alle Zutaten werden im Wasserbad geschmolzen und gut verrührt und anschließend im Kühlschrank wieder erkalten gelassen (das kann 1-2 Stunden dauern, die Body Butter sollte daher entsprechend frühzeitig vorbereitet werden). Das kalte Öl wird dann im Mixer aufgeschlagen und (ich war ganz überrascht) nimmt dann tatsächlich eine Konsistenz wie Mayonnaise an. Damit ist die Body Butter dann auch schon fertig – dachte ich zumindest, im Badezimmer neben der heißen Badewanne ist sie dann nämlich leider wieder komplett zerschmolzen. Eincremen konnten wir uns damit natürlich trotzdem noch, nur war das dann eher ein (trotzdem sehr hochwertiges) Körperöl als eine Body Butter… Nun steht sie wieder im Kühlschrank und hat nach einigen Stunden dort eine Konsistenz angenommen, die mehr mit richtiger Butter als mit Mayonnaise vergleichbar ist. Vor der nächsten Anwendung werde ich sie also nochmal frisch aufschlagen (und nicht mehr in die ‚Sauna‘ stellen) und hoffe, dass sie dann länger fluffig bleiben wird…


Ich hoffe mein erster Beitrag hat euch gefallen. Wenn ihr mich zu mehr motivieren wollt, dann kommentiert fleißig (z.B. welches der Rezepte euch am besten gefallen hat). Unter anderem sind für die Zukunft vegane Rezepte, Bastel- und Heimwerk-Tutorials sowie Erlebnisberichte (z.B. zu unserem Wandertag auf dem Rheinsteig, der dann hoffentlich nächste Woche stattfinden kann…) geplant.

Bis zum nächsten Mal und do the simple shit,

♡ MEZZO

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3 Gedanken zu “Wellness-Tag

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